Erfahrungsberichte

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Ich bin von Anfang an privat versichert – und damit sehr zufrieden.
Karoline Herrmann (Vorsitzende der dbb Jugend), 30 Jahre
Karoline Herrmann (Vorsitzende der dbb Jugend), 30 Jahre

Frau Herrman, Sie sind Vorsitzende der dbb jugend. Wie kam es dazu?
Nach dem Abitur habe ich eine Ausbildung zur Bankkauffrau gemacht und wurde auch übernommen. Aber ich habe bald gemerkt, dass ich das nicht bis zur Rente machen möchte. Ich bin dann recht schnell auf den öffentlichen Dienst und die Möglichkeit eines dualen Studiums aufmerksam geworden, das ich dann auch in Kiel begonnen habe. Durch Kommilitonen und eine Studienreise bin ich auf die komba gewerkschaft aufmerksam geworden, die ja Mitglied im dbb beamtenbund und tarifunion ist. Dort habe ich mich engagiert und wurde bald gefragt ob ich nicht Lust auf ein Mandat hätte.

Haben Sie das neben dem Studium geschafft?
Zunächst habe ich tatsächlich überlegt, weil das Studium mich zeitlich schon sehr beansprucht hatte. Dann habe ich mich aber doch dafür entschieden und wurde 2013 in die Landesjugendleitung der dbb jugend Schleswig-Holstein gewählt. In dieser Funktion bin ich auch auf Bundesebene zu den Bundesjugendausschüssen mitgefahren. Dort habe ich mich eingebracht, so gut ich konnte. Das hat mir so gefallen, dass ich gerne noch mehr machen wollte. Als dann schließlich die damalige Vorsitzende angekündigt hatte, dass sie nicht noch einmal für den Vorsitz kandidieren würde, wurde ich angesprochen ob ich das machen will. Und so wurde ich gewählt und bin nun seit Mai 2017 Vorsitzende dieser tollen Jugendorganisation. 

Arbeiten Sie auch noch als Beamtin?
Ja. Mit der Wahl habe ich zwar meine Arbeitszeit reduziert, bin aber weiterhin mit 20 Stunden in der Woche im Jugendamt im Landkreis Nordwestmecklenburg als Verwaltungsbeamtin tätig.

Die überwältigende Mehrheit der Beamtinnen und Beamten ist privat versichert. Sie auch?
Ja, ich habe mich gleich zu Studienbeginn noch als Beamtin auf Widerruf privat versichert und bin damit sehr zufrieden.

Würden Sie die Private Krankenversicherung auch heutigen Beamtenanfängerinnen und -anfängern empfehlen?
Auf jeden Fall. Wenn jemand ins Berufsbeamtentum startet, würde ich immer die Variante mit der individuellen Beihilfe und der privaten Krankenversicherung empfehlen, weil ich denke, dass das viel mehr Vorteile bietet. Das fängt beim Leistungsumfang mit einer bestmöglichen gesundheitlichen Absicherung an und hört bei fairen Beiträgen auf. Gerade wenn man in den Beruf startet kann ja im Leben noch so viel passieren. Und mit Beihilfe in Kombination mit der privaten Krankenversicherung ist man auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

Wie sieht das praktisch aus? Sie müssen ja Ihre Artrechnungen immer bei Krankenversicherung und Beihilfe einreichen…
Klar, man muss sich schon immer hinsetzen und die Rechnungen doppelt einreichen. Aber da hatte ich bisher keine größeren Probleme. Bei der Krankenversicherung kann ich dafür sogar eine App nutzen, bei der Beihilfe in Mecklenburg-Vorpommern erfolgt das leider noch in Papierform. Aber grundsätzlich wird alles zeitnah bearbeitet und ich habe das Geld immer schnell auf dem Konto. Und im Krankenhaus ist es ja ohnehin so, dass man die Rechnung nicht selber vorschießen muss, sondern dass das direkt bezahlt wird.


Nun bieten einige Bundesländer seit kurzem eine Art Zuschuss für diejenigen an, die sich gesetzlich versichern. Wie bewerten Sie das?
Ich sehe das sehr kritisch. Da kann es später zu bösen Überraschungen kommen. Die meisten jungen Menschen sind ja zu Beginn ihrer Laufbahn noch gar nicht festgelegt, wo sie einmal landen werden. Vielleicht beginnen sie ein Studium in einem anderen Bundesland oder kehren wieder zurück ihr altes Bundesland, in dem es diesen Zuschuss nicht gibt. Dann müssen sie plötzlich den recht hohen Arbeitgeberanteil mit bezahlen und das wird dann sehr, sehr teuer.

Ein weiterer Nachteil kann dann entstehen, wenn man später im Leben einen höheren Beihilfeanspruch hat, etwa weil Kinder zur Welt kommen oder man pensioniert wird. In der privaten Krankenversicherung würde man dann 70 Prozent Beihilfe bekommen und müsste nur 30 Prozent Krankenversicherung bezahlen. In der gesetzlichen Krankenversicherung würde man hingegen weiterhin die Hälfte des Beitrags allein zahlen müssen. Vielen jungen Beamtinnen und Beamten sind diese späteren Risiken anfangs gar nicht bewusst.

Wie viele Beamtinnen und Beamte entscheiden sich dennoch für die gesetzliche Krankenversicherung?
Konkrete Zahlen dazu haben wir noch nicht. Aber wir hören immer wieder aus den fünf Bundesländern, in denen es den Zuschuss zur gesetzlichen Krankenversicherung gibt, dass sich die meisten Kolleginnen und Kollegen dagegen entscheiden. Der deutlich überwiegende Teil der Beamtinnen und Beamten bleibt beim bewährten Modell. Und wir denken, das ist auch gut so.

 

 

Ich mag die Transparenz in der Privaten Krankenversicherung.
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Meine Krankenversicherung gibt mir das Gefühl von Sicherheit und Stabilität.
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